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Montag, 1. Mai 2017

Alex Caan: "Cut to the Bone"

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Detective Inspector Kate Riley hat nur wenig Zeit sich zu wundern, dass ihr Team bereits wenige Stunden nach dem plötzlichen Verschwinden von Ruby Day mit diesem „Fall“ betraut wird, der zunächst nur nach „junge Frau, Anfang 20, hat sich daheim nicht zur spontanen Party abgemeldet“ klingt. Ein klitzekleines bisschen mehr Zeit hat sie, um sich zu wundern, dass YouTube-Videos inzwischen profitable Karrieren begründen: Ruby ist eine der bekanntesten und bei jungem Publikum beliebtesten Vlogger Grossbritanniens und gilt als Person des öffentlichen oder zumindest des digitalen Interesses.
Befürchtungen, dass Ruby entführt worden ist, scheinen sich zu bestätigen, als plötzlich ein Video online gestellt wird, auf dem man die verstörte Ruby  erkennt, die offensichtlich um ihr Leben bangt, fleht und kämpft.

Kate Riley, eine US-Amerikanerin, die es mit nicht ganz so originalen Referenzen zur Londoner Polizei verschlagen hat und die nun mit ihrer mental instabilen Mutter in Großbritannien lebt, muss vor Allem mit Detective Sergeant Zain Harris zusammenarbeiten, der dem Team neu zugeteilt wurde, in welchem er nicht ganz so populär ist: Insbesondere die IT-Spezialistin des Teams fühlt sich durch Zain häufig brüskiert, der sein eigenes IT-Können nicht verbergen kann und auch bereit ist, Polizeigesetze sehr weit zu strecken und sich nicht scheut, auch mal Daten zu cracken.
Sehr früh wird deutlich, dass Kate ihren persönlichen Hintergrund ebenso geheim hält wie Zain für eine zunächst nichtgenannte Drittpartei arbeitet und dieser vertrauliche Informationen über den Fortschritt der Ermittlungen zuspielt und auch Dateien manipuliert, die offensichtlich anzeigen, dass zwischen dieser Drittpartei und Ruby letztlich Verbindungen gezogen werden könnten.

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Weitere Videos erscheinen; enthalten die Ankündigung, dass es hier nicht nur um Ruby geht; und plötzlich finden sich Kate und Zain in diesem Morast wieder, in dem Vlogger gestalkt, bedroht und verehrt werden, in dem Anwälte, Manager und Produktionsfirmen um die Zusammenarbeit mit Vloggern buhlen, in dem sich die Konkurrenz in Gewinner und Verlierer unterteilt, in dem man Verlierer findet, die versuchen, über die Mitläuferspur auf die Gewinnerstrasse zu gelangen, in dem gefaked wird, was gut für die Show ist, in dem die Grenzen zwischen Vorbildfunktion und Wahnsinn zerfliessen, in dem an unerwarteten Stellen Verantwortung, Vernunft und Moral auftauchen und in dem sich letztlich die Frage stellt: Wenn Rubys Verschwinden nicht nur eine zu PR-Zwecken inszenierte Show ist, was macht sie für den oder die Entführer zur Gefahr, an der man ein publikumswirksames Exempel statuieren will, und an wen ist die direkte Drohung, das nächste Opfer zu sein, gerichtet?
Plötzlich sieht sich auch Zain mit den Überlegungen konfrontiert, in welcher Verbindung seine „Auftraggeber“ zu Ruby stehen und wie weit Korruption auch in die Polizeiarbeit hineinreicht; will er tatsächlich dazu beitragen, gewisse Hintergründe zu verschleiern, die es eventuell verhindern, dass der Fall „Ruby Day“ umfassend aufgeklärt werden kann?

Samstag, 3. Dezember 2016

Patty Blount: "Send"

Was Mobbing bedeutet, weiss Dan zu genau: Vor fünf Jahren hat der nun 18jährige Dan ein kompromittierendes Foto seinen 12jährigen Mitschüler Liam online gestellt, der ein andauerndes Opfer der Attacken diverser Jugendlicher war. Nachdem Liam kurz darauf Suizid beging, wurde Dan vor Gericht gestellt und zu nahezu einem Jahr Jugendarrest verurteilt.
Liams Vater hat Rache geschworen und Dan seit dessen Freilassung kontinuierlich nachgestellt, so dass Dans Familie inzwischen bereits mehrfach den Wohnort gewechselt hat, bis sie inzwischen sogar auch ihren Namen wechselte und fortan unter neuer Identität lebt.

Am wiederum ersten Tag an einer neuen Highschool beobachtet Dan, wie ein Mitschüler grob von einem Anderen angegriffen wird: Er geht dazwischen – und gerät so selbst in den Fokus des augenscheinlich mobbenden Jeffs.
Auch die Mitschülerin Julie wird auf ihn aufmerksam – und abgesehen davon, dass sie denselben Nachnamen wie Liam trägt, verspürt Dan ein diffuses Angstgefühl und meint zu ahnen, dass Julie weiss, dass sein richtiger Name nicht Dan ist.
Dennoch freunden sich Dan und Julie mehr und mehr an, wobei Julie ebenso häufig vor Dan zurückzuweichen scheint wie auch er auf Distanz zu gehen versucht, denn er wird doch nie ein normales, offenes Leben führen können, als Mörder, der auf der öffentlich einsehbaren Sexualstraftäterliste steht.

Weiterhin wird Dan zunehmend besorgter um Brandon, das Opfer von Jeffs Angriff an Dans erstem Schultag, der allgemein ausgeschlossen wird, und in welchem Dan Liam wiedererkennt. Fortan ist Dan auf einer Mission: Er will verhindern, dass Jeff es so weit treibt, dass er letztlich mit denselben Vorwürfen kämpfen muss, die sich Dan seit Jahren macht. Und vor Allem will er verhindern, dass Brandon wie Liam Selbstmord verübt, wobei es scheint, als würde sich Brandon viel mehr auf einen grossen Rachefeldzug vorbereiten …

Dienstag, 4. Oktober 2016

Patty Blount: "Some Boys"

Auch etwas mehr als einen Monat, nachdem die Schülerin Grace ihren Mitschüler Zac, einen der populärsten Jungs an ihrer Highschool, nach einer Party der Vergewaltigung bezichtigt hat, geht sie stoisch Tag für Tag zur Schule: einer Schule, in der ihr offensichtlich niemand Glauben schenken mag; einer Schule, in der sie sich nicht nur als Lügnerin, sondern auch als Schlampe, bezeichnen lassen muss.
Alle wissen, dass es zum Sex zwischen Zac und Grace gekommen ist, denn Zac hat eine Filmaufnahme angefertigt und diese, die man nur als Porno bezeichnen kann, online gestellt: Im halbminütigen Clip sieht man Grace sich nie wehren, sieht man sie nie „stop!“ sagen … keiner glaubt Grace, dass sie Zac deutlich abgewehrt hat, ehe sie bewusstlos geworden ist, nachdem sie zuvor zu viel getrunken hatte.
Und ohnehin: Was habe sie denn erwartet, wenn sie sich betrinkt? Wenn sie sich so aufreizend anzieht? ... Victim Blaming in Reinkultur.

In den folgenden kurzzeitigen Ferien findet sich Grace dazu verdonnert, die Schliessfächer zu säubern, an der Seite von Ian wieder, den sie schon so lange toll fand – und der zu Zacs besten Freunden zählt.
Auch Ian fühlte sich schon länger zu Grace hingezogen, aber nun, nachdem sie Zac derart verleumdet, denn Zac kann doch nicht wirklich Grace vergewaltigt haben und vielleicht ist das ja alles nur ein Missverständnis?! Doch Grace weicht keinen Milimeter von ihrer Aussage ab und sie wirkt auch so ganz „anders“, als sei sie tatsächlich traumatisiert, als sei ihr tatsächlich Schlimmes angetan worden … hat Zac vielleicht doch…? Aber nein, das kann doch gar nicht sein?!
Je länger Ian darüber nachdenkt und Zacs Verhalten gegenüber Anderen, insbesondere dem anderen Geschlecht, gegenüber beobachtet, desto mehr gerät er auch darüber ins Grübeln, ob er sich in der Vergangenheit selbst nicht auch schon wie solch ein arroganter, rücksichtloser Idiot aufgeführt hat.
Aber Zac ist einer seiner engsten Vertrauten, und „bros before hoes“ gilt doch vorbehaltlos?!

Mittwoch, 13. Juli 2016

Mary Karlik: "Hickville Confessions" ("Hickville High", Band 2)

Ryan Quinn blickt in ihren noch sehr jungen Jahren bereits auf ein bewegtes Leben zurück; auf den vergangenen Teil ihrer Jugend mit all seinen Eskapaden ist sie nicht besonders stolz.
In ihrem neuen Wohnort gibt sie sich völlig anders, ist sogar dem Purity Club ihrer Schule beigetreten und bemüht sich, alles und jeden zu meiden, das bzw. der sie an ihren alten Lebensstil erinnern könnte.
Justin Hayes ist so ein Typ, dem sie unbedingt aus dem Weg gehen sollte…

Justin ist wütend. Vor Allem auf Austin, den Mitschüler, zugleich sein Teamkamerad in der schulischen Footballmannschaft, der Justins Schwester getextet hatte, während sie Auto fuhr. Sie ignorierte ihr Handy nicht; der folgende Autounfall war tödlich. In Justins Augen ist Austin schuld am Tod seiner Schwester.
Justins Vater hat sich bis zum Hals in seiner Arbeit im Krankenhaus vergraben, während Justins Mutter in Depressionen zu ertrinken droht.

Nach dem Homecoming Ball wird Ryan von einigen ihrer neuen „Freundinnen“ aus dem Purity Club in einen Brunnen gedrängt: Zunächst meint Ryan, sie würde hier einem Initiationsritus unterzogen, doch offensichtlich ist ihr alter Lebensstil aufgeflogen und als „dreckige Schlampe“ soll sie auf Geheiss der Anführerin Macey nun mit drahtigen Küchenschwämmen saubergeschrubbt werden.
Als Justin zufällig vorbeikommt und Ryan aus den Fängen der kleinen Gruppe retten kann, ist sie bereits blutig und wund geschrubbt; später wird sie sich aufgrund ihrer Verletzungen gar einer kleinen gesichtskosmetischen Operation unterziehen müssen.

Plötzlich ist Ryan einmal mehr das skandalöse Gesprächsthema Nummer Eins und während sie damit hadert, wieso sie sie nun wegen ihrer Vergangenheit angegriffen wird, von Menschen, die sie gar nicht kennen, sieht sich Justin mit dem immer schlimmer werdenden Zustand seiner Mutter konfrontiert, die ebenso wie Justin die Schuld am Tod der Tochter bei Austin sieht…

Ryan und Justin freunden sich vorsichtig an, entwickeln eine seltsame Beziehung zueinander, in der zunächst jeder zu scheu und ängstlich zu sein scheint, dem Anderen wirklich zu vertrauen und in sein Leben, auch mit all seinen Aspekten, Einblick zu gewähren. …

Sonntag, 3. Juli 2016

Mette Bach: "Killer Drop"

Als eine Stufenfahrt wenige Monate vor dem Abschluss an der elitären Highschool in ein Skigebiet führt, setzen sich der aus einer schwerreichen Familie stammende Marcus und sein bester Freund Tom, aus einer ärmeren Familie abstammend und nur dank eines Stipendiums Schüler an der Privatschule, zusammen mit ihrer Mitschülerin Yasmin, in die Tom schon seit Langem verliebt ist und für die auch Marcus just zu schwärmen begonnen hat, ab, um abseits der angezeigten Pisten Ski zu fahren.
Dabei kommt es zum Unglück: Während Yasmin in den Tod stürzt, verunfallt Tom derart schwer, dass er fortan querschnittsgelähmt ist.
Lediglich Marcus passiert rein gar nichts während der „Abenteuerfahrt“, nicht körperlich. Aber hernach macht er sich schwere Selbstvorwürfe, auch da er so sehr für diesen Ausbruch aus der Gruppe war, während Tom deutlich gehadert hatte, abseits der Pisten zu fahren.
 
Aber während Marcus sich seiner Mitverantwortung vollauf bewusst ist, ist sein Vater vor Allem besorgt, dass man versuchen könne, ihn juristisch haftbar zu machen und auch die Schule scheint mehr als besorgt zu sein, dass man sie wegen mangelnder Aufsicht belangen könne: Um sich von vornherein zu distanzieren, wird beschlossen, Tom von der Schule zu verweisen und Marcus erkennt, dass er sich wohl nur deswegen nicht mit denselben Konsequenzen konfrontiert sieht, weil er zur reichen Elite gehört …

Sonntag, 29. Mai 2016

Cambria Hebert: "#Poser" (Hashtag Series, Band 5)

Achtung: Bei „#Poser“ handelt es sich um den fünften Teil von Cambria Heberts Hashtag-Reihe, welcher nicht ohne Kenntnis der vorherigen Bände zu lesen ist!
Mit dem ersten Teil „#Nerd“ (-> hier geht‘s zur Rezi <-) angefangen, habe ich die vier Vorgängerbände bereits auf diesem Blog vorgestellt.
Wer die ersten vier Bücher nicht kennt bzw. die Reihe erst noch lesen möchte, für den wird die nachfolgende „#Poser“-Rezi definitiv Spoiler in sich bergen, also besser erst „#Nerd“, „#Hater“, „#Player“ und „#Selfie“ lesen, ehe man an dieser Stelle auf diesem Blog weiterliest! ;)

Dienstag, 17. Mai 2016

Melanie Florence: "The Missing"

Ihre Freundin Carli ist nicht das erste verschwundene kanadische Mädchen indigener Abstammung, doch zum Entsetzen der Schülerin Feather wird auch Carli von den Behörden als „Ausreisserin“ eingestuft, um ihr, als ihre Leiche aufgefunden wird, den Stempel „Selbstmörderin“ aufzudrücken, ohne ihren Todesfall genauer zu überprüfen.
Kurz darauf verschwindet auch Carlis beste Freundin Mia, doch auch wenn es bis dahin keine weitere Spur von ihr gibt, kommt es alsbald zu einer Verhaftung: Denn ein Zeuge will gesehen haben, wie ein Mitglied der indigenen Bevölkerung, welches sich zudem als enger Vertrauter Mias herausstellt, Mia gewaltsam in sein Auto gerissen hat – doch Feather ist von dessen Unschuld überzeugt und enttäuscht, dass die Polizei auch nun, da kurz nach ihr eine ihrer Freundinnen verschwunden ist, keine Veranlassung sieht, Carlis Fall neu aufzurollen.
Auch wenn Carli bald tot aufgefunden war, will Feather Mia längst nicht verlorengeben; sie macht sich selbst auif die Suche nach Mia, versucht, ihre letzten bekannten Schritte zu rekonstruieren, um so herauszufinden, was mit ihr geschehen ist – und begibt sich auf diese Weise wissentlich selbst in Gefahr, denn sie ist sicher, dass Mia sowie Carli einem Verbrecher in die Hände fielen, dass ihr eigenes Verschwinden kaum Interesse nach sich ziehen würde, ist sie doch auch nur eine der „verfluchten Indianerinnen“.
Tatsächlich hat sie auch längst die Aufmerksamkeit des Täters auf sich gezogen, den die Entschlossenheit und der Kämpfergeist dieser kleinen „Schwarzdrossel“ absolut reizt …

Freitag, 15. April 2016

Cambria Hebert: "#Hater" (Hashtag Series, Band 2)

Achtung: „#Hater“ ist der direkte Nachfolger von „#Nerd“, dem ersten Band von Heberts Hashtag-Reihe, welchen ich hier zuletzt vorgestellt hatte
Während man „#Nerd“ durchaus doch auch als in sich geschlossen betrachten könnte, nimmt „#Hater“ jedoch von Anfang an Bezug auf Personen aus und Geschehnisse in „#Nerd“.
Bevor man beginnt, „#Hater“ zu lesen, sollte man also unbedingt „#Nerd“ gelesen haben!
Wer die Reihe noch lesen möchte, sollte diesen Beitrag nicht weiterlesen, sofern er sich nicht wissentlich in Spoiler-Gefahr begeben möchte!

Montag, 11. April 2016

Cambria Hebert: "#Nerd" (Hashtag Series, Band 1)

Die 18jährige Rimmel, Collegestudentin, angehende Tierärztin, wird aufgefordert, Roman „Romeo“ Anderson an drei Nachmittagen wöchentlich als Tutorin zur Seite zu stehen: Anderenfalls droht ihr der Verlust ihres Vollstipendiums.

Während die tollpatschige Rimmel eher unscheinbar ist und als strebsame Maus gelten würde, würde sie überhaupt einmal Beachtung durch ihre Kommilitonen erfahren, ist Romeo das komplette Gegenteil und quasi „King of Campus“: Sein berufliches Ziel ist die NFL, aber seine Noten lassen zu wünschen übrig, so dass er gezwungen ist, mit einer Tutorin zusammen zu lernen; anderenfalls droht ihm der Rausschmiss aus der Footballmannschaft des Colleges, so dass er definitiv nicht die Aufmerksamkeit der für die NFL tätigen Talentscouts auf sich ziehen könnte.

Doch schon die ersten „Studiendates“ zeigen deutlich, dass Rimmel und Romeo sich gegenseitig anziehen wie Motten das Licht. Allerdings schreckt Rimmel doch vor Romeo zurück, um dessen amouröse Eskapaden wissend; immerhin ist er der Casanova des Colleges und sie hat so gar nichts mit den Mädels gemeinsam, deren Gesellschaft Romeo bekanntlich bevorzugt.
Romeo hingegen ist ein wenig von der Tatsache erschreckt, dass er dieses unscheinbare, immer in viel zu grossen Klamotten steckende Mädel, das ständig über ihre eigenen Hosensäume stolpert, absolut anziehend findet und insbesondere von dem Fakt, dass Rimmel gänzlich unbeeindruckt ist, dass er der Liebling des gesamten Colleges ist.

Obwohl, nein, der Liebling aller ist er nicht: Zach, der Präsident der Bruderschaft, der Romeo schon im letzten Jahr hatte beitreten wollen, kann Romeo nicht leiden. In diesem Jahr erhält Romeo allerdings die Chance, den Initiationsritus zu durchlaufen und er ist fest entschlossen, endlich in die Bruderschaft aufgenommen zu werden, aus welcher heraus er weitere Kontakte in die NFL hinein zu knüpfen können erhofft.
Eine der ihm gestellten Herausforderungen ist es, ein vorbestimmtes Mädchen zu verführen: Eigentlich kein Problem für den Herzensbrecher, aber das Mädchen, das er in die Kiste kriegen soll, ist ausgerechnet Rimmel … von der niemand annimmt, dass sich der bindungsscheue Frauenheld tatsächlich in sie verlieben könnte …

Dienstag, 8. März 2016

Cristy Watson: "Cutter Boy"

Nicht nur in der Schule ist Travis ein Einzelgänger, der zudem insbesondere von seinen männlichen Mitschülern wiederholt getriezt wird, auch innerhalb seiner Familie fühlt er sich eher ausgeschlossen: Besonders, seit seine älteren Zwillingsschwestern zum Studium fortgezogen sind, merkt er, der sich nach einem solchen sehnt, dass ein echtes Familienleben nicht weiter weg sein könnte. Travis‘ Mutter ignoriert ihn weitgehend und auch das Verhältnis zum Vater entspricht eher einer oberflächlichen Bekanntschaft, wobei das Auftreten der Mutter ihn weitaus mehr bedrückt und er sich regelmässig fragt, womit er diese offensichtliche Verachtung der Mutter verdient hat.
Unter stets getragenen langen Ärmeln verbirgt er zahlreiche Narben, die er sich selbst zugefügt hat, nachdem er das Ritzen als eine Art Ventil für all seine aufgestauten negativen Gefühle, Sorgen und Ängste entdeckt hat.

Als Chyvonne, die basketballbegeisterte neue Mitschülerin, aufgrund ihres gewählten Kurslevels und Überschneidungen in den Stundenplänen, dem ansonsten nur aus Jungs bestehenden Sportkurs, den auch Travis besucht, zugeteilt wird, fordert ihr Lehrer Travis auf, mit Chyvonne zu trainieren. Chyvonne geht absolut vorurteilsfrei und offen auf Travis zu, setzt sich später im gemeinsamen Englischkurs auch gleich neben ihn, was dazu führt, dass sie für ein Unterrichtsprojekt einander als Partner zugeteilt werden.
Im Rahmen dieses Projekts wird Travis zudem auf Papierschneidekunst aufmerksam, die ihn zutiefst fasziniert und zu der er sofort eine Verbindung aufbaut: die teils filigranen Kunstwerke sind immerhin ebenso vorsichtig geschnitten wie er das mit sich selbst auch tut. Zudem entwickelt sich zwischen Travis und Chyvonne eine Freundschaft und zum ersten Mal fühlt sich Travis tatsächlich beachtet und gar wertgeschätzt, doch wie nah kann er Chyvonne an sich heranlassen, ohne ihr seine Narben zu offenbaren, die sie doch nur wieder von ihm fernhalten würden?!
Und wird ihm noch (endlich!) offenbart werden, wieso er daheim solche Nichtbeachtung erfährt? …

Montag, 18. Januar 2016

Ali Harper: "Breaking Bedlam"

Achtung: „Breaking Bedlam“ ist der direkte Nachfolger von „Beautiful Bedlam“ und schliesst nahtlos an die Handlung jenes Romans an. 
„Beautiful Bedlam“ habe ich bereits hier vorgestellt; wer „Beautiful Bedlam“ noch nicht gelesen hat, aber mit dem Gedanken spielt, es eventuell noch zu tun, sei vor dem Lesen nachfolgender Rezi gewarnt – auch wenn ich mich bemühe, nicht zu spoilern und keinesfalls mehr zu verraten als es die offizielle Kurzbeschreibung zu „Breaking Bedlam“ bereits tut. ;) 

Montag, 11. Januar 2016

Ali Harper: "Beautiful Bedlam"

Dass sie ein heisser Feger ist, ist der 17jährigen Sienna nicht bewusst: Doch umso deutlich nimmt sie das Auseinanderdriften der elterlichen Ehe, die regelmässigen Streitigkeiten zwischen den Eltern, und den missbräuchlichen Alkoholkonsum der Mutter wahr. Ihre älteren Zwillingsschwestern haben willkürlich Sienna zum Sündenbock auserkoren, der für jedes innerfamiliäre Problem verantwortlich ist und Sienna spürt, dass auch ihre Eltern sie anders behandeln: Die Mutter begegnet ihr weitgehend mit unverhohlener Verachtung, der Vater erhebt auch schonmal die Hand, um Sienna später mit „gekaufter Liebe“ zu überschütten, und in ihrem Umfeld ist Siennas angebliche Tollpatschigkeit längst berühmt-berüchtigt ohne dass jemand zu ahnen scheint, dass hinter ihren blauen Flecken häusliche Gewalt steckt.
Nur in einem scheint sich die offensichtlich dysfunktionale Familie einig zu sein: Die jüngste Schwester Annie nicht merken zu lassen, wie kaputt die Familie längst ist.

Zudem wird Sienna immer wieder von Halluzinationen heimgesucht, die sie völlig verwirren und von denen sie keinem erzählt: Als ihr Kindheitsfreund und damaliger Schwarm Logan, der Prototyp des schwerreichen und heissen Bad Boys, an ihre Schule zurückkehrt, nachdem er zwei Jahre zuvor ohne Abschiedsworte in ein Privatinternat verschwunden gewesen sein sollte, fühlt sie sich gleich wieder zu ihm hingezogen.

Aber die Schwierigkeiten innert Siennas Familie werden offensichtlich und grade, als Sienna endlich ihr persönliches Glück gefunden zu haben scheint, ereignet sich ein absolutes Familiendrama: Sienna flippt völlig aus – und findet sich in der Psychiatrie wieder.
Wie normal kann Siennas Leben sein?

Mittwoch, 6. Januar 2016

Jerry Spinelli: "Stargirl"

Sie ist die neue Schülerin in der Oberstufe, über die sofort alle reden, denn Stargirl, wie sie sich selbst nennt, ist anders. Gänzlich anders als all die anderen Schüler dieser amerikanischen Highschool, die allesamt ähnlich aufreten, während Stargirl definitiv nicht dem jugendlichen Typus ihres neuen Umfelds entspricht: „Homeschooling gone amok“ nennen die Einen die eigentümlichen Verhaltensweisen Stargirls, von der kaum mehr bekannt ist, als dass sie bislang eben nur Heimunterricht erhielt und nun zum ersten Mal eine reguläre Schule besucht. Die Anderen mutmassen, dass sie ein Alien ist und Einige sind auch überzeugt, dass Stargirl eine eingeschleuste Schauspielerin ist und dass das Alles ein riesiges (Sozial?)Experiment ist.
Denn Stargirl trägt bodenlange Kleider, die zumeist aus anderen Zeiten zu stammen scheinen, lässt sich von ihrer Hausratte auch zur Schule begleiten, hübscht ihre Schultische mit Deckchen und Blümchen auf, schleppt ständig eine Ukulele mit sich herum und singt Allem und Jedem aus jedem (un)möglichen Anlass Ständchen, tritt ungemein euphorisch auf, scheut sich nicht, auch im Unterricht völlig verrückte und absolut themenfremde Fragen zu stellen bzw. derlei Statements abzugeben – und trotz oder grad aufgrund ihrer überschwänglichen Begeisterungsstürme findet sich Stargirl letztlich in den Reihen der Cheerleader wieder.

Leo, ihr Mitschüler, der zusammen mit seinem besten Freund „Hot Seat“, ein schulinternes Interview-Show-Format produziert und von Anfang an schwer fasziniert von Stargirl und den Veränderungen, die sie in ihrem Umfeld bewirkte, gewesen ist, will sie letztlich doch in die „Normalität“ drängen, erst recht, nachdem Stargirl in ihrer ganz eigenen fröhlichen Art zu ihrem Unverständnis wiederum die totale Missachtung durch ihre Mitschüler auf sich gezogen hatte, von der „Verrückten“ zur „Geächteten“ wurde. Zudem wird er, nunmehr als „Mr Stargirl“ bekannt, kurzerhand mitignoriert und während Stargirl ihr Aussenseiterstatus nichts auszumachen scheint, wünscht sich Leo doch die gewohnte gesellschaftliche und soziale Integration.

Aber wenn Stargirl nicht länger Stargirl ist: Wieviel von ihrer ureigenen Persönlichkeit bleibt dann noch? …

Montag, 16. November 2015

Colleen Hoover: "November 9"

Die heute 18jährige Fallon, selbst Tochter eines leidlich bekannten Schauspielers, war einst ein aufsteigender Teenie-Star, die Hauptrolle in einer Detektiv-Jugendserie spielend. Doch nachdem sie mit 16 Jahren bei ihrem Vater übernachtet hatte, dessen haus in dieser Nacht abbrannte, wurde Fallon, die sich einer langwierigen Behandlung unterziehen musste und deren Äusseres nach wie vor von Brandnarben gekennzeichnet ist, als Darstellerin ersetzt.
Heute arbeitet Fallon weitgehend als Hörbuchsprecherin. Das Schauspielern will sie jedoch nicht aufgeben, weswegen sie nun nach New York ziehen mochte, da sie hofft, dass dort im Gegensatz zu Los Angeles, wo das Aussehen einer der wichtigsten Faktoren in der Showbranche ist, auch markige Typen akzeptiert und gesucht werden.

Wenige Stunden vor ihrem Abflug nach New York begegnet sie Benton, der auf eine Karriere als Autor hofft, und ihr aus einer bedrängten Lage heraushilft, indem er sich kurzerhand als ihr fester Freund ausgibt.
Hernach verbringen Fallon und Ben noch die restliche Zeit bis zu Fallons Abreise miteinander, fühlen sich voneinander angezogen, haben Spass miteinander, verstehen sich hervorragend und sind sich einig, dass ihr Kennenlernen der Anfang eines Liebesromans sein könne.

In diesem Zusammenhang beschliessen sie, dass dies Bens künftiger Roman sein soll und dass sie sich während der nächsten fünf Jahre stets am 09. November treffen wollen, ohne abseits dieses Datums Kontakt zueinander zu haben, um zu sehen, wohin das Leben sie führt, ob das Leben sie tatsächlich zueinander führt, ob Bens Roman ein happy ending haben wird. …

Aber jeder Roman braucht ein Spannungsmoment, ein Geheimnis, eine überraschende Wendung – und so ist Fallon später verunsichert, ob sie für Ben nicht nur Mittel zum Zweck, ein Wegstück auf dem Weg zur spektakulären Handlung, gewesen ist oder ob Ben wirklich nur ihre Geschichte erzählt hat, aber wenn diese auf den wahren Begebenheiten beruht: wie soll sie da noch glücklich enden können?

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Brittainy C. Cherry: "Loving Mr. Daniels"

Sie: steht mit 19 Jahren kurz vor dem Schulabschluss, ein Jahr verspätet, da ihre ursprüngliche Einschulung krankheitsbedingt vertagt worden war.
Und obschon Ashlyn dereinst das kranke Kind gewesen war, ist es ihre Zwillingsschwester Gabby, die just zu Grabe getragen werden musste.
Ihren leiblichen Vater hatten die Schwestern seit Jahren nicht gesehen, der Kontakt beschränkte sich auf ein paar Grusskarten zum Geburtstag bzw. zu Weihnachten und doch beschliessen die Eltern, dass Ashlyn nun zu ihrem Vater ziehen soll. Abstand gewinnen und so weiter, doch Ashlyn ist überzeugt, dass ihre Mutter sich lediglich von ihr distanzieren will, war Gabby in Ashlyns Augen doch eindeutig ihr Liebling, während sie, eine originalgetreue Kopie Gabbys die Mutter nur daran erinnert, wen sie verloren hat.

Im neuen „Zuhause“ angelangt, stellt Ashlyn mit Befremden fest, dass ihr Vater, dem Gabby und sie nie wichtig genug waren als dass er sich tatsächlich um sie gekümmert hätte, mit seiner Lebensgefährtin und deren zwei jugendlichen Kindern zusammenlebt. Rebecca, die Partnerin ihres Vaters, ist stark christlich gläubig und ahnt weder, dass ihre Tochter Hailey dem Buddhismus zugetan noch dass ihr Sohn Ryan schwul ist.
Insbesondere Hailey und Ryan nehmen sich Ashlyns sofort an, schnell werden die Drei zu einer Art eingeschworenen Gemeinschaft.

Noch dazu hat Ashlyn bereits auf der Fahrt zu ihrem Vater die Bekanntschaft von Daniel Daniels (sic!) gemacht, der in einer Shakespeare gewidmeten Band spielt, während sie so viel, wenn nicht gar alles, von Shakespeare rezitieren kann.

Er: Daniel hat grade erst seinen Vater verloren, nachdem ein Jahr zuvor die Mutter ermordet worden war, woraufhin er nicht gezögert hatte, seinen längst ins Drogenmilieu abgerutschten Bruder Jace an die Polizei zu verraten.
Daniels Welt liegt in Scherben; auch in seinem Leben ist nichts ist mehr so wie es mal war …

Ashlyn und Daniel scheinen füreinander bestimmt zu sein, doch zunächst hat das Schicksal Daniel als Ashlyns neuen Lehrer für englische Literatur bestimmt …

Freitag, 28. August 2015

Abbi Glines: "Until Friday Night" ("A Fields Party", Band 1)

Abbi Glines: „Until Friday Night“ („A Fields Party“, Band 1)


Seit zwei Jahren spricht die junge Maggie nicht mehr: seit sie sah, wie ihre Vater ihre Mutter ermordete.
Nachdem sie nun zu ihrer Tante Coralee und ihrem Onkel Boone sowie deren Sohn Brady, Mitglied der bejubelten Football-Mannschaft seiner Schule, gezogen ist, trifft sie unter Anderem auch auf West, Bradys besten Freund und ebenfalls dem schulischen Footballteam angehörig.

Während West, der eine fortgeschrittene unheilbare Krebserkrankung seines Vaters vor seinen Freunden geheim hält, Maggie sofort als vertrauenswürdige „Leidensgenossin“, was den Verlust eines Elternteils anbelangt, ansieht, scheut sich Maggie nicht, West gegenüber ihr Schweigen, das sie wie eine Schutzmauer betrachtet, schon bald aufzugeben.
So entsteht zwischen West und Maggie eine von körperlichen Intimitäten freie, aber doch sehr intime Beziehung, wobei sich Beide auch mehr und mehr körperlich zueinander angezogen fühlen.

Doch was würde von ihrer Freundschaft übrig bleiben, wenn das Martyrium von Wests Vater geendet hat und wenn Maggie ihr Schweigen beendet, bereit, wieder am „normalen“ Leben teilzuhaben?

Montag, 17. August 2015

J. Lea: "Worthy of Love?"

J. Lea: „Worthy of Love?“°°°


Als sie 13 war, war Lori Lambs Welt noch in bester Ordnung und sie ein ganz normales Mädchen, das danach strebte, einmal bei den Olympischen Spielen antreten zu können und sich darum sehr stark in ihrer Leichtathletikmannschaft  einbrachte – bis es zu einer traumatischen Entwicklung kam...

Just vor ihrem 18.Geburtstag zieht ihre Mutter mit Lori und deren kleinem Bruder Tyler von Denver nach Chicago, wo ihre alleinerziehende Freundin Dani wohnt, deren Söhne Elias und Kolt  in Loris und Tylers Alter sind: Somit wird Lori auch zu einer Klassenkameradin des bisexuellen Elias, mit dem sie schon seit Langem eine enge, geschwisterhafte Freundschaft verbindet.
Als Elias Lori spontan zum Speed Dating „verschleppt“, lernt sie den charismatischen Parker kennen und es bahnt sich eine intensive Liebesbeziehung an – bis das neue Schuljahr anbricht, in dem auch der neue Deutschlehrer Mr. Thorne seinen Dienst antritt. Parker Thorne. Loris Parker.

Dienstag, 7. Juli 2015

Sophie Kinsella: "Finding Audrey"

Sophie Kinsella: "Finding Audrey"


Ein Schuljahr wird Audrey verloren haben, wenn sie zum nächsten Schuljahr hin auf eine neue Schule wechseln wird, nachdem Vorkommnisse auf ihrer bisherigen Schule bei ihr eine ausgeprägte Angststörung, eine Sozialphobie, ausgelöst haben, die ihr aktuell noch einen Schulbesuch komplett und auch den späteren Weiterbesuch der bisherigen Schule unmöglich macht.
Zunächst scheint es für Audrey ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, als ihre Therapeutin sie auffordert, auf „Konfrontationskurs mit Draussen“ zu gehen: Noch schottet sich Audrey nämlich voll ab, versteckt sich im Elternhaus, hat sich sogar dort ein spezifisches Versteck eingerichtet, und verbirgt ihre Augen zudem, auch vor ihrer Familie, hinter einer Sonnenbrille. Lediglich in Gegenwart ihres kleinen Bruders Felix traut sie sich, die Sonnenbrille zuweilen abzunehmen.
Doch nun wird von ihr gefordert, zunächst den Alltag im Zuhause filmisch festzuhalten, ehe sie das Haus verlassen und sich unter (fremde) Menschen begeben soll.

Dabei verkriecht sie sich doch sogar, wenn Linus, der Freund ihres grossen Bruders Frank, vorbeikommt, um Frank zu besuchen, mit dem er die Leidenschaft für das Computerspiel „Land of Conquerors“ (LOC) teilt.
Ihre Mum meint zudem, seit Kurzem sicher zu wissen, dass Frank süchtig ist, nachdem sie in der „Daily Mail“, welche ihr uneingeschränktes Vertrauen geniesst, einen Artikel über die Anzeichen von Computerspielabhängigkeit und auch über die Gefahren von Computerspielen gelesen hat. Nun ist sie wild entschlossen, Frank zu heilen, während dieser sich auf ein LOC-Turnier vorbereiten will und offenbar auch mit dem Gedanken an eine Profikarriere als Gamer spielt.
In diesem Zusammenhang nähern sich Linus, der sich ebenso aus der Sucht-Debatte heraushalten möchte wie er will, dass seine Anwesenheit Audrey nicht länger ängstigt, und Audrey, die sich mit ihrer Kamera langsam an ihre Mitmenschen herantastet, vorsichtig einander an, bis Linus die von Audreys Therapeutin gestellten Herausforderungen in eine Art Challenge-Wettstreit verwandelt …

Montag, 29. Juni 2015

Nina G. Jones als N.G. Jones: "If"

N.G. Jones: „If“


Annalise „Bird“ Campbell schlägt sich mehr schlecht als recht durch L.A.: Nachdem ihr Gesicht seit früher Kindheit halbseitig von Narben gekennzeichnet ist, hatten ihre Eltern sie damals ursprünglich zum Tanzunterricht geschickt, um ihr zu mehr Selbstsicherheit zu verhelfen. Doch was sie als hilfreiches Hobby angedacht hatten, entpuppte sich als Birds grosse Leidenschaft und sich als Profitänzerin durchschlagen zu können wurde zu Birds Lebenstraum.
Doch wieder und wieder wurde angezweifelt, dass sie „mit dem Gesicht“ engagiert werden würde geschweige denn erfolgreich sein könnte und so entzogen ihre Eltern Bird auch ihre Unterstützung, als sie nach L.A. ging, um zu versuchen, sich entgegen aller Meinungen doch durchzusetzen. Denn sie wollte sich später nicht fragen müssen, was gewesen wäre, wenn … sie ihren Traum tatsächlich zu realisieren versucht hätte.

Eines Abends greift sie, als sie auf dem Nachhauseweg die Skid Row, eine ärmliche und hauptsächlich von Obdachlosen belagerte Strasse, durchquert, ein, als sie Zeugin wird, wie der gleichaltrige Ash überfallen wird. Es kommt zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Angreifer, die nun auch Bird attackieren.
Nach diesem Vorfall kommen sich Bird und Ash näher, doch Ash möchte eigentlich am Liebsten für alle unsichtbar sein: Von innerer Unruhe und Depressionen getrieben irrt er durch die Strassen, seine Leidenschaft ist bzw. war das Malen, wobei er die Tatsache, Synästhesie zu haben (sprich: seine Sinne überlappen), immer als Vorteil sah. Doch aufgrund einer psychischen Erkrankung muss er Medikamente nehmen, die die Synästhesie mitunter verschleiern. Er hasst es. Und er hasst sich – und meint, Hass und Verachtung, aber bestimmt keine Liebe, verdient zu haben.

Zugleich ist Bird sich mehr als unsicher, ob je ein Mann dauerhaft mit ihr, und das bei diesem ihrem Gesicht, zusammen sein könnte. …

Dienstag, 23. Juni 2015

Chloe Bennet: "Boywatching"

Chloe Bennet: „Boywatching (It’s not just a hobby, it’s a science)“°°°


Chloe Bennet und ihre drei engsten Freundinnen sind Schülerinnen einer reinen Mädchenschule, die jährlich am Ende des Schuljahrs einen gemeinsamen Tanzabend mit der ausschliesslich von Jungen besuchten St Thomas-Schule veranstaltet, welcher beim letzten Mal eher blamabel für Chloes Clique endete, welche daraufhin sogar von der fiesesten und zugleich aber auch angesagtesten Mitschülerin Maggie („Queen Beeyatch“)  eine Facebook-Seite erstellt bekam, die die Mädchen als totale Verliererinnen brandmarkte.
Die Vier, allesamt verschossen in unterschiedliche St Thomas-Schüler, wollen sich davon aber nicht unterkriegen lassen und vor Allem ihren heimlich Angehimmelten zeigen, dass die vermeintlich coolen Mädels doch viel doofer sind als sie. Allerdings sind sie sich auch nicht sicher, ob ihre Auserwählten tatsächlich eine gute Wahl sind, sind die Jungs ihnen doch vornehmlich nur vom Sehen bekannt.
War „Boywatching“ bisher bereits ein gemeinsames Hobby, wird es nun zur Wissenschaft erklärt und eine „Fallakte“ bezüglich jeden Schwarms angelegt, in der in unterschiedlichsten Kategorien gepunktet werden muss.

Unterdessen bleibt das normale Leben natürlich auch nicht stehen …