Freitag, 16. Oktober 2015

#Leseparty statt #fbm15

Ich bin ja, offen zugegeben, gar nicht traurig, in diesen Tagen nicht in Frankfurt auf der Buchmesse zu sein: Abgesehen davon, dass mir dieser extreme Trubel ein wenig zuwider ist, bin ich aktuell hochzufrieden, wenn ich mich gemütlich mit einem guten Buch einkuscheln und sowohl Seele als auch Beine baumeln lassen kann.
Den Sommer habe ich mit drei Spitalaufenthalten in drei Monaten, einer sechsstündigen und sechs kleine Narben (ich denke allerdings nicht, dass zwischen Zeit und Narbenmenge eine direkte Verbindung besteht) hinterlassenden Operation und diversen denkwürdigen Untersuchungen hinter mir lassen können; in den kommenden zwei Monaten bin ich zwei Mal (glücklicherweise ambulant) ins Berner Inselspital einbestellt und dann hoffe ich noch auf ein paar Jahre Schonfrist, bis ganz definitiv auch mein Herz operiert werden muss.
Bis in den August hinein war ich ohnehin völlig krankgeschrieben und befinde mich aktuell immer noch an einem Punkt, an dem ich über ein Mittagsschläfchen sehr dankbar bin und einfach spätestens nach acht Stunden "Wachsein am Stück" denke: "Ach bitte, jetzt einfach nur noch ins Bett fallen...!"
Selbst wenn ich ein begeisterter Messegänger wäre, müsste ich also momentan wohl ehrlich einräumen, dass ich für die FBM ganz sicher nichtmal annähernd fit genug wäre.

Aber in einer spontanen Kurzschlussreaktion habe ich am heutigen Nachmittag beschlossen, doch auch an der "ersatzweise" stattfindenden #Leseparty teilzunehmen und versuche momentan noch, mich mit "Fidibus Zauberelixier"-Tee ein wenig munterer zu zaubern.

Aufgabe 1
Meine Leseparty-Begleitungen:

Denn eigentlich würde ich es noch heute ganz gerne schaffen, "Reinventing Mona" von Jennifer Coburn zu Ende lesen, was ich bislang grossartig-skurril finde. Ausserdem würde ich an diesem Wochenende sehr gerne endlich einmal "Something Beautiful" von Jamie McGuire (yep, gehört zu den Geschichten rund um die Maddox-Sippschaft, in diesem Fall wird spezifisch die Beziehung zwischen Shepley und Mare beschrieben, die man ja aus "Beautiful Disaster" und "Walking Disaster" kennt) lesen.
Denn ich hab's immer noch nicht gelesen, obschon ich als definitiver Fan der Maddox' Jamie McGuires Ankündigung dieser Novella vor wenigen Monaten absolut gefeiert habe und es kaum erwarten konnte, dass es endlich Mitte August werden würde und "Something Beautiful" somit erscheinen würde. Aber dann hab ich es vor lauter Krankheit einfach völlig vergessen gehabt: Argh! Das fuchst mich echt an und dass ich diese Geschichte immer noch nicht kenne, muss sich unbedingt ändern! ;)

Aufgabe 2
Mit welchem Autor oder welcher Autorin würdet ihr zu gerne mal einen Kaffee (oder Tee) trinken?

Eine ähnliche Frage wurde gestern beim Top Ten Thursday mit "10 Autoren/Autorinnen, die du gerne einmal treffen würdest" gestellt, den ich wiederum habe ausfallen lassen, weil ich da gar keinen treffen möchte. Echt nicht.
(Von daher habe ich wohl noch weniger Grund, die Frankfurter Buchmesse aufzusuchen; mich lässt es völlig kalt, dass man da Kerstin Gier, Sebastian Fitzel und sonstwen live erleben kann. Ich habe auch gar kein Interesse an signierten Büchern etc.)

Schriftsteller lassen mich bestenfalls gaaaaaanz tief in fiktionale Welten einsaugen, von denen ich vergesse, dass sie fiktional sind: Ich will nicht damit konfrontiert werden, dass die Erschaffer meiner liebsten Geschichten tatsächlich nur ganz normale Menschen sind, die sich das alles aus den Fingern gesogen haben.
Ich möchte nicht desillusioniert werden und in meinem Kopf fände ich wenn dann eine Begegnung mit den Verfassern der Thriller und vor Allem Horror- und Gruselromane am Interessantesten, die mich am Morbidesten faszinieren, aber näääääää ... da sind mir, die sich so etwas zusammenfantasieren können, definitiv nicht ganz geheuer, so nach dem Motto "Was stimmt mit dir nicht, dass du so etwas geschrieben hast?"
Im übertragenen Sinne: Ich halte Anthony Hopkins für einen genialen Schauspieler, aber seine Darstellung des Hannibal Lecter hat mich so beeindruckt, dass ich seither neben tiefer Ehrfurcht vor seiner Arbeit auch noch grosse Angst vor ihm empfinde. Der Mann geht nun stramm auf die 80 zu, aber würde er mir begegnen, würde ich definitiv grossen Abstand halten. Is' mir völlig egal, dass Hannibal Lecter eine fiktionale Figur ist; Hopkins war Lecter, wie er leibte und lebte. Basta.

Und nein, ich will niemanden treffen, dessen Geschichten nur positiv sind: Entweder sind die Autoren dann so sympathisch wie ihre Geschichten und dann frage ich mich ständig, ob die jetzt nicht vielleicht nur so nett tun vonwegen Fanpflege und so oder sie sind total unsympathiscvh und dann sind mir ihre schönen Geschichten auch verleidet.
Vor den Verfassern der bösen stories habe ich von vornherein Angst und die wird dann schrecklicherweise bestätigt (ach du grüne Neune!) oder die Autoren könnten sich als solche herzallerliebsten Herzchen entpuppen, dass ich denen nie wieder ein Massaker abkaufen würde.

Von daher: Definitiv nein zu Autorentreffen!

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